Immobilie ohne Makler verkaufen

Typische Fehler, die Sie vermeiden sollten

Einige Immobilienbesitzer entscheiden sich, Ihr Haus oder Ihre Wohnung selbst zu verkaufen. Dabei steht der Gedanke im Vordergrund, die Maklerprovision einzusparen und die Immobilie schnell zu verkaufen. Hier ist jedoch große Vorsicht geboten! Denn ohne entsprechendes Know-how und die erforderlichen Marktkenntnisse und juristischen Fallstrike kann so einiges schief gehen. Nachfolgend nennen wir Ihnen die größten Fehler beim Immobilienverkauf ohne Makler und wie Sie diese vermeiden können.

  • Schlechte Vorbereitung

Schnell eine Anzeige ins Internet stellen und schauen was passiert: Mit dieser Überlegung werden Sie höchstwahrscheinlich keine gewünschten Kaufinteressenten finden oder Ihre Immobilie weit unter ihrem Wert verkaufen. Sie sollten sich einen durchdachten Plan erstellen, bevor Sie eine Verkaufsanzeige veröffentlichen.

Zu den Vorbereitungsmaßnahmen zählen:

  • Informationen über den regionalen Immobilienmarkt einholen und den Wert der Immobilie ermitteln
  • Alle Unterlagen für den Verkauf einholen, zum Beispiel Kopien von Grundriss und Lageplan, Grundbuchauszug, Energieausweis sowie Wohnflächen- und Grundstückberechnungen. Holen Sie alle Unterlagen ein, bevor Sie beginnen Ihre Immobilie zu verkaufen!
  • Die Immobilie innen und außen für Besichtigungen vorbereiten
  • Viel Zeit einplanen, speziell für Behördengänge, die Kommunikation mit potenziellen Käufern und Besichtigungen
  • Antworten zu möglichen Fragen von Kaufinteressenten vorbereiten

  • Falschen Wert und Verkaufspreis der Immobilie festlegen

Viele Haus- oder Wohnungsbesitzer nehmen als Basis für die Immobilienbewertung den Kaufpreis, den sie einst ausgaben, und hoffen, zumindest die damals investierte Summe zurückzubekommen oder es wird sich an Preisen die auf einschlägigen Immobilienportalen veröffentlicht sind orientiert. Tatsächlich kann der gewünschte Verkaufspreis  weit unter oder aber über dem erzielbaren Marktwert liegen. Entscheidend für die Höhe des Verkaufspreises sind am Ende Angebot und Nachfrage zum Zeitpunkt des Immobilienverkaufs. Diesen vorauszusehen, erfordert viel Erfahrung und Marktkenntnis.

Eine Grundlage für den Verkaufspreis bildet der Wert der Immobilie: Um diesen zu ermitteln, können Sie die ortsüblichen Immobilienpreise sowie vergleichbare Immobilien analysieren. Einen verlässlichen und objektiven Wert erhalten Sie allerdings nur von einem erfahrenden Immobilienprofi.

  • Unprofessionelle Präsentation der Immobilie

Niemand möchte eine Immobilie kaufen, die bereits auf den Fotos ungemütlich und unaufgeräumt wirken. Bevor Sie Ihre Immobilie für die Vermarktung und Besichtigungen freigeben, sollte diese ansprechend aussehen:

  • Machen Sie Ordnung in den Räumen wie auch gegebenenfalls im Garten. Lassen Sie keine persönlichen Gegenstände herumliegen, die bei der Besichtigung ablenken können.
  • Nehmen Sie etwas Geld in die Hand und beseitigen Sie die größten optischen Mängel (zum Beispiel Wände neu streichen, Duschvorhang erneuern, alte Möbel austauschen). Derartige Anpassungen können einen höheren Verkaufspreis erzielen!
  • Fotos von den Räumlichkeiten und Außenansicht müssen hochwertig sein, denn sie sind das Aushängeschild der Immobilie. Achten Sie beim Fotografieren auf gute, natürliche Lichtverhältnisse und nutzen Sie Weitwinkeleinstellungen, um die Räume vollständig und in Ihrer tatsächlichen Größe zu erfassen. Räumlichkeiten größer als sie tatsächlich sind darzustellen verärgert letztendlich Interessenten bei der Besichtigung.
  • Führen Sie Besichtigungen zu einer Tageszeit durch, an der die Innenräume am besten beleuchtet sind. Fenster nicht durch Rollos oder Jalousien verdecken.
  • Sorgen Sie für frische Raumluft und angenehme Raumtemperaturen.
  • Erstellen Sie für Ihre Immobilie ein strukturiertes und anschauliches Exposé, das alle wichtigen Informationen, professionelle und Raumgetreue Bilder und Unterlagen enthält.

  • Unzureichende Vermarktung der Immobilie

Ein Online-Inserat auf eines der vielzähligen Immobilienportale zu stellen, ist meist nicht ausreichend. Nutzen Sie vielmehr vier oder fünf Portale und die eine oder andere regionale Zeitung, um Ihre Zielgruppe zu erreichen. In Ihrer Nachbarschaft können Sie mit Flugblättern und einem „Zu Verkaufen“-Schild auf Ihr Verkaufsobjekt aufmerksam machen. Erzählen Sie in Ihrem Bekanntenkreis und in der Arbeit von Ihrem Verkaufsvorhaben – das ist kostenlos und effizient.

  • Schlechte Kommunikation mit Kaufinteressenten

Um Ihre Wohnung oder Ihr Haus verkaufen zu können, müssen Sie für potenzielle Käufer erreichbar sein: telefonisch, via E-Mail und im Idealfall auch über Fax. Falls Sie einen Anruf verpassen, rufen Sie so schnell wie möglich zurück. Muss der Anrufer oder Absender länger als einen Tag auf Ihre Antwort warten, kann er den Eindruck bekommen, dass Sie es mit dem Verkauf nicht ernst meinen. Bedenken Sie auch, dass Sie im Wettbewerb mit anderen Immobilienverkäufern stehen, die ggf. schneller erreichbar sind.

Gute Kommunikation bedeutet aber auch Transparenz: Beantworten Sie Fragen von Interessenten nach bestem Gewissen und bereiten Sie sich im Vorfeld auf mögliche Fragen vor.

Machen Sie keine falschen Angaben und vertuschen Sie keine Mängel an der Immobilie. Dies sorgt für Misstrauen beim Käufer und kann Grund für einen Rücktritt vom Kaufvertrag sein.

  • Zusatzkosten unterschätzen

Wenn Sie Ihre Immobilie privat verkaufen, gibt es eine Reihe an zusätzlichen Ausgaben, die mehrere tausend Euro betragen können. Darunter fallen Kosten für:

  • Gutachten, zum Beispiel Wertgutachten und Energieausweis
  • Werbemaßnahmen, zum Beispiel Inserate
  • Steuern, zum Beispiel Spekulationssteuer
  • Vorfälligkeitsentschädigung im Falle eines vorzeitig aufgelösten Kredits
  • Renovierungsarbeiten
  • Löschung der Grundschuld im Grundbuch

  • Kaufvertrag dem Notar überlassen

Wenn Sie in Deutschland eine Immobilie verkaufen, muss der Kaufvertrag von einem Notar beglaubigt werden. Dieser ist allerdings nur für die Vertragsgestaltung und die Änderungen im Grundbuch zuständig. Die genauen Verkaufsdetails und sämtliche (mündliche) Absprachen müssen von den Vertragsparteien selbst im Vertrag festgehalten werden – und das in juristischer Fachsprache. Kontrollieren Sie also noch vor dem Notartermin, ob alle Absprachen vollständig und korrekt schriftlich fixiert sind, bzw. prüfen Sie den Kaufvertragsentwurf vor dem Notartermin auf seine Richtigkeit und Vollständigkeit

Wissen Sie, was Ihre Immobilie aktuell wert ist?

Ganz gleich, ob Sie sich zunächst nur über ihren derzeitigen Marktwert informieren möchten oder ob Sie Ihre Immobilie zu den bestmöglichen Bedingungen verkaufen wollen. Mit unseren erfahrenen Spezialisten stehen wir Ihnen gerne für eine kostenfreie und unverbindliche Wertermittlung zur Seite.

Nutzen Sie zu Ihrem Vorteil unser Know-how und unsere Marktkenntnisse

Gerne stehen wir Ihnen mit Know-how und unseren langjährigen Marktkenntnissen als verlässlicher Immobilienexperte zur Seite. Dazu gehören:

  • Individuelle Beratung
  • Kompetente Kaufpreiseinschätzung
  • Exklusive Vermarktung
  • Individuelles Marketing Konzept
  • Optimale Besichtigungsplanung
  • Regelmäßiger Report zum Verkaufsstatus
  • Professionelle Vertragsverhandlung
  • Umfassender After-Sales-Service